Hauptverwaltung Süddeutscher Verlag:
Aufzugsschacht-Entrauchung mit Lift Smoke Control

Ammersbek, August 2008. Schon von außen dürfte die neue Hauptverwaltung des Süddeutschen Verlages in München Aufsehen erregen: Der aufgrund eines Bürgerentscheides auf knapp 100 Meter limitierte Büroturm sowie die angegliederten Gebäudekomplexe werden dank einer kleinflächig gewölbten Glasfassade reizvolle Lichteffekte und eine insgesamt transparente, offene Optik bieten. Aber nicht nur architektonisch, auch sicherheitstechnisch und energetisch setzt der Neubau Maßstäbe: Alle zehn Aufzugsschächte werden mit Lift Smoke Control (LSC) kontrolliert belüftet und im Brandfall sicher entraucht. Das aus Rauchdetektoren und Rauchabzugsanlagen bestehende neue System sorgt für eine EnEV-konforme, geschlossene Gebäudehülle und höchste Sicherheit im Brandfall.

Rund zweieinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung im Mai 2006 sind die 1.850 neuen Arbeitsplätze in Verwaltung und Druckerei des Süddeutschen Verlages bezugsbereit. Und die Mitarbeiter können sich auf 78.879 qm Bruttogeschossfläche und einen prachtvollen Blick ins Umland aus dem 28 Geschosse umfassenden, genau 99,95 Meter hohen Verwaltungsturm freuen. Für kurze Wege sorgen dabei unter anderem zehn Aufzüge, von denen zwei mit ebenfalls 99,95 Metern alle Etagen versorgen.

Nun gelten Aufzüge zwar als das sicherste Massentransportmittel der Welt, können im Brandfall aber zu gefährlichen Fallen werden. Üblicherweise wurden die Aufzugsschächte deshalb mit Permanentöffnungen versehen, die im Brandfall aufgrund der steten Thermik für Rauchabzug sorgen. Das Problem dabei: Durch diese Öffnungen entweicht auch laufend Wärme. Da das neue Verwaltungsgebäude die aktuelle Energie-Einsparverordnung (EnEV) berücksichtigt, entschied man sich beim Thema Schachtentrauchung für LSC, das neue Lift Smoke Control-System der D+H Mechatronic AG.

Denn mit LSC hat das Hamburger Unternehmen eine regelgerechte, EnEV-konforme Komplettlösung für die sichere Entrauchung ohne unnötige Wärmeverluste entwickelt: Eine notstromversorgte RWA-Zentrale mit integriertem Rauchansaugsystem überwacht permanent den Aufzugsschacht. „Sobald Rauchgas auftritt, wird sofort Alarm ausgelöst und die elektrisch betriebene Rauchabzugsöffnung im Schachtkopf geöffnet. Im Normalfall bleibt die Gebäudehülle also permanent geschlossen und vor Wärmeverlusten geschützt“, erläutert Michael Kleebauer, Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens D+H Falkenstein.

Für hohe Personensicherheit sorgen der integrierte akustische Signalgeber sowie die programmierte Evakuierungsfahrt. Kleebauer: „Wenn die Detektoren Rauchgas in den Aufzugsschächten melden, benachrichtigt ein akustischer Alarm die Nutzer des Gebäudes. Gleichzeitig geht ein Signal an die Aufzugssteuerung, die auf Evakuierungskurs geschaltet wird. Die Aufzüge fahren dann automatisch in die erste Evakuierungsebene – in diesem Fall das Erdgeschoss – oder, sollte auch von dort Rauchgas gemeldet werden, in die zweite programmierte Evakuierungsebene“.

Nicht nur der Sicherheitsaspekt steht bei LSC im Vordergrund, sondern auch die Energieeffizienz des Gebäudes. Durch den elektromotorischen Verschluss der Permanentöffnungen in den Aufzugsschächten und dem Einsatz von LSC, bedeutet dies beim süddeutschen Verlag ein Einsparpotential von jährlich ca. 28.000,- € bzw. von rund 550.000 Kilowattstunden Wärmeenergie. Durch diese Einsparung hat sich das System innerhalb kürzester Zeit amortisiert und entlastet zudem die Umwelt.

Profitieren werden auch die Mitarbeiter der neuen Hauptverwaltung, denn das LSC-System verringert den Luftzug in den Treppenräumen und sorgt zusätzlich für ein behagliches Gebäudeklima.

Für die gesamte LSC-Montage benötigte D+H Falkenstein pro Aufzugsschacht lediglich zwei Tage, nicht zuletzt aufgrund der guten Kooperation mit der Firma ThyssenKrupp, die die Aufzugsanlagen geliefert und eingebaut haben . Das Herzstück der LSC-Anlage wird komplett betriebsfertig vormontiert und geprüft geliefert und ist mit wenigen Handgriffen angeschlossen.

LSC, das energieoptimierte Sicherheitssystem zur Belüftung und Entrauchung von Aufzugsschächten, ist eine sichere Investition, die sich in kürzester Zeit amortisiert.

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So soll sie aussehen: Die neue Hauptverwaltung des Süddeutschen Verlags.

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Nicht nur architektonisch ein Highlight: Der fast 100 Meter hohe Büroturm.


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Nur zwei Tage benötigte das D+H-Team zur Montage des LSC-Systems
pro Aufzugsschacht.

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Blick in den fertigen Aufzugsschacht mit Ansaugrohr rechts.


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Noch im Rohbau: Entrauchungsöffnung ins Freie.


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Die Entrauchungsklappen des LSC-Systems: Nur im Brandfall geöffnet.

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Die RWA-Zentrale: Meldet das RAS-System Rauchgas, werden die Entrauchungsklappen automatisch geöffnet. Das Komplettsystem wird betriebsfertig im Schaltschrank vormontiert und werkseitig geprüft geliefert.

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