PNZ-Produkte GmbH

Produkte für ökologische Pflege und effizienten Schutz von Hölzern im Außen- und Innenbereich - besonders im Garten oder als Bodenbelag.

Unternehmenskontakt:
PNZ-Produkte GmbH
Dr. Marcel Pietsch
Eichstätter Straßüe 2-4a
85110 Kipfenberg
www.pnz.de

Fon: 0049 (0) 084 65 / 17 38-0
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TextKonzept Köln
Marc Lichtenthäler
Franzstraße 28
50935 Köln


Fon: 0049 (0) 221 / 16 930-436
ml@textkonzept.com

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Forstwirtschaft hui, Oberflächenschutz pfui

Im Argen: Ökologische und sozialverträgliche Oberflächenbehandlung von Tropenhölzern

24.05.2012

Nachdem sich die FSC-Zertifizierung bei der Einfuhr von Tropenhölzern, weitestgehend etabliert hat, ist es Zeit, auch einen Blick auf deren Oberflächenbehandlung zu werfen. Denn die Qualität der vor Ort verwendeten Holzschutzmittel und die damit zusammenhängenden Arbeits­bedingungen sind desolat. Einzelne deutsche Händler fordern bereits im Sinne ihrer Kunden die Behandlung mit wohngesunden Pflegeölen. So liefert beispielsweise der Hersteller PNZ Anstrichmittel aus dem oberbayerischen Altmühlthal zur Anwendung nach Malaysia, Korea, Vietnam und China. Die anschließend Richtung Europa verschifften Hölzer und Fertigprodukte entsprechen gemäß DIN der Sicherheit bei Kinderspielzeug und der Speichel- und Schweißechtheit.

Arbeitsplatten aus Zebrano, Gartenstühle aus Teak, Parkett aus Merbau oder Terrassenbeläge aus Bangkirai - Wenn es Tropenholz sein soll, dann auf jeden Fall mit Zertifikat! So oder so ähnlich klingt es inzwischen aus dem Mund der meisten Einkäufer und auch Endkunden und ist das erfreuliche Ergebnis vieler Jahre Aufklärungs- und Lobbyarbeit. Und das ist auch gut so, denn allein die Bundesrepublik Deutschland importiert jährlich circa 2,1 Mio. Kubikmeter Tropenholz. Allein für Holzfertigwaren sind jährlich Importe im Wert von über 350 Mio. Euro zu verzeichnen. Das entspricht über 50 Prozent der gesamten Tropenholzeinfuhren aus Asien, Lateinamerika und Afrika nach Deutschland. Den Rest machen Rohhölzer, Schnitthölzer, Furniere oder Sperrhölzer aus.

Die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft empfiehlt das FSC-Siegel und stimmt darin mit zahlreichen nationalen und auch internationalen Umweltverbänden überein: Denn das Zertifikat des Forest Stewardship Council steht für umweltfreundliche, sozialförderliche und ökonomisch tragfähige Forstwirtschaft. Hölzer mit diesem Zeichen können zudem innerhalb der Wertschöpfungskette lückenlos vom Vertrieb über die Verarbeitung bis hin zur Holzgewinnung zurückverfolgt werden. Hiermit ist also auch eine nachträgliche Überprüfung der jeweiligen Abbaubedingungen möglich.

So verantwortungsvoll inzwischen die Gewinnung von Tropenhölzern beobachtet, kontrolliert und gegebenenfalls sanktioniert wird, so gleichgültig scheint jedoch die Haltung gegenüber ihrer Oberflächenqualität: Kaum ein Händler oder Endkunde stellt kritische Fragen zu den Mitteln, mit denen die Oberflächen der Tropenhölzer behandelt werden. Dabei betrifft dieser Aspekt Verarbeiter und Nutzer zugleich. Ganz zu schweigen von den Arbeitsbedingungen, unter denen diese zum Teil chemischen Keulen in den Herstellerländern appliziert werden. „Bei den verwendeten Ölen, Lasuren und sonstigen Tauchbädern kann es sich um Produkte handeln, die unter anderem krebs- oder allergieauslösende Aromaten, Benzole oder Biozide enthalten. Auch Schädigungen des Zentralen Nervensystems durch aromatische Kohlenwasserstoffe sind nicht auszuschließen. Damit die geölten oder zumindest vorbehandelten Produkte möglichst gewinnbringend angeboten werden können, achten die Hersteller ausschließlich auf den Preis der Mittel und nicht auf die Gesundheit der Mitarbeiter, Endnutzer oder die Umwelt“ so Holger Reimann, Chemiker und Laborleiter beim Hersteller PNZ.

Nicht selten können die späteren Nutzer der Möbel, Bodenbeläge und sonstigen Bauelemente allergische Reaktionen der Haut davontragen, wenn diese regelmäßig mit den Oberflächen in Berührung kommen oder deren Ausdünstungen einatmen.

In diesem Punkt ist also ebenfalls ein Umdenken erforderlich, das bereits bei einigen Händlern und Großabnehmern eingesetzt hat. „Um unseren Kunden unbedenkliche, wohngesunde Produktqualität anbieten zu können, die zudem auch sozialverträglich erwirtschaftet wurde, beziehen wir Tropenhölzer, die sowohl FSC-zertifiziert als auch nachweislich mit hochwertigen Oberflächenprodukten behandelt worden sind“, erklärt Mario Spagnol, Key Account Manager vom international tätigen Importeur und Holzhändler HKS Heinrich Krüger+Sohn. Das Unternehmen hat es geschafft, seine Lieferanten von diesen Qualitätsvorteilen für Endkunden und auch Arbeiter vor Ort zu überzeugen und deshalb aus Deutschland gelieferte Holzpflegemittel zu verarbeiten.

Auch das Unternehmen GO IN, Anbieter von Sitzmöbeln für die Gastronomie hat die Oberflächenqualität behandelter Hölzer im Blick: „Gerade bei Sitz- und Liegemöbeln sowie Tischflächen ist aufgrund des direkten Hautkontaktes wichtig, dass sich deren Nutzer darauf unbeschwert erholen beziehungsweise davon essen können. Wir achten auf entsprechende Nachweise, die unseren Kunden Sicherheit garantieren und qualitativ den hohen Anforderungen in der Gastronomie gewachsen sind“, so Heinz Schrewe, Leiter Produktentwicklung und Technik der GO IN GmbH.

„Einkäufer von Tropenhölzern, die in punkto Oberflächenbehandlung auf Nummer sicher gehen möchten, sollten auf die Verarbeitung von Pflegeprodukten bestehen, die gemäß DIN 53160 sogenannte Speichel- und Schweißechtheit aufweisen. Zudem wäre der generelle Verzicht auf krebserregende, toxisch-aroma­tenhaltige Lösungsmittel wünschenswert. Also Öle, die den modernen Anforderungen an Qualität- und Umweltstandards entsprechen“, so Reimann. „Davon ist jedoch derzeit bei den häufig in den Herstellergebieten verwendeten Mitteln nicht immer auszugehen.“

Als ein führender, europäischer Hersteller für effiziente und zugleich umweltfreundliche Veredelungsprodukte von Hölzern ist PNZ bereits in wichtigen Tropenholzregionen wie Malaysia, Indonesien, Vietnam und China mit eigenem Lager und technischen Services vertreten. In Kooperation mit europäischen Händlern werden dann vor Ort die Pflegeöle aus dem oberbayerischen Altmühlthal verarbeitet und sorgen bei den hiernach transportbereiten Hölzern und Holzfertigprodukten für unbedenkliche Oberflächen sowie für sozialverträgliche Arbeitsbedingungen. 

FSC
Der Forest Stewardship Council wurde 1993, also ein Jahr nach der Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro, gegründet. Ziel ist es, die in Rio verabschiedeten Forderungen an „nachhaltige Entwicklung“ für Wälder umzusetzen. Besondere Bedeutung im Rahmen der Forderungen von Rio hat die gleichwertige Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten bei der Nutzung von Naturgütern. Der FSC ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bonn und nationalen Arbeitsgruppen in 43 Ländern. Er wird von Umweltorganisationen (WWF, Greenpeace, NABU, Robin Wood, u.a.), Sozialverbänden (IG BAU, IG Metall, u.a.), sowie zahlreichen Unternehmen unterstützt.

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