Camfil KG

Luftfilterlösungen und Dienstleistungen für Belüftungstechnik, Reinraumprozesse, Energie-
erzeugungssysteme sowie Sicherheit und Schutz. Zum Produktportfolio zählen unter
anderem Grobstaub-, Feinstaub-, Schwebstoff- und Molekularfilter inklusive Zubehör.

Unternehmenskontakt:
Camfil KG
Heike Ahrens
Feldstraße 26-32
23858 Reinfeld
www.camfil.de

Fon: 0049 (0) 45 33 / 202-0
info@camfil.de

Pressekontakt:
TextKonzept Köln
Marc Lichtenthäler
Franzstraße 28
50935 Köln


Fon: 0049 (0) 221 / 16 930-436
ml@textkonzept.com

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Hygienischere Lebensmittelproduktion dank effizienter Luftfilter

Vergleich der Lebenszykluskosten und Wirkungsgrade lohnt sich mehrfach

10.07.2014

Um eine biologische Kontamination der produzierten Ware zu vermeiden und stabile Produktionsprozesse zu gewährleisten, ist besonders in der Lebensmittelindustrie eine hohe Raumluftqualität unerlässlich. Deshalb sind technische Einkäufer, Produktionsleiter oder Facility Manager immer wieder mit der Sondierung des breiten Marktangebotes und der Auswahl einer optimalen Filterlösung konfrontiert. Um „die Qual der Luftfilter-Wahl“ zu erleichtern beantwortet Camfil sechs Fragen, die der oben genannten Zielgruppe Orientierung geben und Klarheit schaffen auf dem (Luft-)Weg zur hygienischeren Lebensmittelproduktion.

Obwohl Frischluft im privaten Alltag des Menschen eine Grundvoraussetzung für dessen Vitalität und Gesundheit ist, kann sie in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie zur folgenschweren Falle werden: Denn der „Feind“ jedes Getränkeproduzenten oder Fleisch-, Back- und Süßwarenherstellers heißt „biologische Kontamination“ via Frischluftzufuhr. Im Laufe eines Herstellungsprozesses können Mikroorganismen in den Produktionsstrom gelangen und dort zur Infektion führen. Damit keine Quelle für Kleinstlebewesen entstehen kann, spielt neben einer besonnenen Auswahl der zur Fertigung notwendigen Geräte, Anlagen und Komponenten der hygienische Zustand der Luft eine wichtige Rolle. Hierin befindliche Bakterien, Schimmelsporen, Hefen oder Viren sind potentielle Ursache für einen frühzeitigen Verderb der Ware.

Wenn keine effizienten Luftfiltersysteme zwischengeschaltet sind, haben genau diese Mikroorganismen grundsätzlich Zutritt über die Frischluftzufuhr jeder Produktionshalle. Denn die durchschnittliche Außenluft enthält 200 bis 1.500 Bakterien pro m3. Treffen diese in Klimaanlagen auf Wärme, Luftfeuchtigkeit oder angesammelte organische Substanzen, ist deren sehr schnelle und zigfache Vermehrung vorprogrammiert. Mögliche Konsequenzen daraus könnten beispielsweise Produktionsausfälle, Warenrückruf, zusätzliche Kosten für Mängelbeseitigung und Kontrollen, Umsatzeinbußen, Auslistung im Handel und natürlich auch Imageschäden sein.

6 Fragen gegen „die Qual bei der Luftfilter-Wahl“
Um eine adäquate Luftqualität für bestimmte Produktionsprozesse auch unter ökonomisch vertretbaren Bedingungen zu schaffen, müssen bei der Auswahl geeigneter Filtermedien verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, die in folgenden Fragen und Antworten formuliert sind:

1. Welche Qualität soll/muss die gefilterte Luft haben?
Zur Definition der erforderlichen Luftqualität innerhalb eines Produktionsprozesses können oder müssen – je nach Warengruppe oder Branche – Standards herangezogen werden. Beispielhaft seien hier die EN ISO 14644 zur Bestimmung von Reinraumklassen oder die EN 13779 zur Klassifizierung der Qualität der Raum-, Zu-, Fort- und Außenluft von Nichtwohngebäuden erwähnt.

2. Welche Bereiche in meinem Unternehmen bedürfen einer Filteranlage? 
Nicht nur die produzierte Ware selbst sollte gemäß definierter Hygienestandards mit sauberer Hallenluft bedacht werden, sondern auch die an der Produktion beteiligten Menschen und Anlagen. Während es bei den Mitarbeitern vor allem um Gesundheits- und Wohlfühlaspekte geht, stehen im maschinellen Bereich störungsfreie Betriebszeiten sowie ein geringer Wartungs- und Reinigungsaufwand im Fokus. Die erfahrenen Fachberater von Camfil kennen auch die nicht ganz so offensichtlichen Bereiche, wo gefilterte Raumluft einen großen Beitrag zu reibungsloseren und effizienteren Prozessen beitragen kann. Um beispielsweise die Wärmeenergie von aufgeheizter Luft vor ihrer Absonderung nach draußen effektiv nutzen zu können, kommen Wärmetausch-Konzepte zum Einsatz. Je sauberer sowohl Frisch- als auch Abluft sind, desto weniger verunreinigen die hierin verbauten Heiz- und Kühlschlangen und können entsprechend effektiver arbeiten.

3. Welche Filterart für welchen Einsatzort?
Spätestens bei der Beantwortung dieser Frage ist die Beratung durch einen Fachmann ratsam. Der kennt die optimale Zuordnung von Grobstaub-, Feinstaub-, Schwebstoff- oder Molekularfiltern zu den vor Ort vorherrschenden Bedarfen. Hier aber dennoch ein paar Wegweiser von Camfil:

  • Wir empfehlen in den meisten Fällen eine zweistufige Partikelfiltration, wobei die erste Stufe mit Filtern der Klasse M5 bis F7 und die zweite Stufe mit Medien der Filterklasse F7 bis F9 bestückt werden sollte.
  • In Städten oder Ballungsgebieten mit Außenluftqualitäten im ODA3*-Bereich und angestrebten Innenraumluftqualitäten zwischen den Kategorien IDA 1 und IDA 2** ist die Vorschaltung eines Molekularfilters ratsam, bevor mindestens ein Partikelfilter der Klassen F8 oder F9 zum Einsatz kommt.
    * ODA 1-3 = Qualitätskategorien der Außenraumluft gemäß EN 13779 von nahezu staubbelastungsfreier Luft (1) bis stark verunreinigter Luft (3).
    **IDA 1-4 = Qualitätskategorien der Innenraumluft gemäß EN 13779 von hoch (1) bis niedrig (4).
  • Zum Schutz von Umluft-, Abluft- oder Fortluftsystemen sollten mindestens Filter der Klasse M5 eingesetzt werden. Camfil empfiehlt jedoch Produkte der Filterklasse F7.
  • Den Zeitpunkt des Filterwechsels sollte der am ersten erreichte Grenzwert in Bezug auf tatsächlich geleistete Betriebsstunden, empfohlener Installationszeitraum oder die Enddruckdifferenz bestimmen.
  • Zur Vermeidung mikrobiellen Wachstums sollte die relative Luftfeuchtigkeit in allen Anlagenteilen einschließlich des Filters möglichst unter 90 % und an drei aufeinanderfolgenden Tagen nie über 80 % liegen.

 

4. Wieso macht der Vergleich von Lebenszykluskosten bei Luftfiltern als vergleichbar preisgünstiges Investitionsgut Sinn?
Ein Produktvergleich mit kritischem Blick auf die Lebenszykluskosten (LCC) einer Luftaufbereitungsanlage bietet in der Regel große Einsparpotentiale. Nicht selten können durch diese Gegenüberstellung mehr als 10.000 Euro pro Anlage und Jahr eingespart werden. Hier gilt die Faustregel: Pro Pascal des zur Filtration benötigten Luftdrucks jährlich ein Euro.

Denn in der Regel betreffen nur 15 % der Gesamtkosten eines Luftfilters dessen Anschaffung, während 70 % allein für dessen Energieverbrauch aufgewendet werden müssen. Die restlichen 15 % sind Kosten für Arbeits- und Entsorgungsaufwand. Deshalb ist es bei der Auswahl wichtig, nicht nur den Einkaufspreis und die Abscheideleistung eines Luftfilters zu berücksichtigen, sondern auch dessen Standzeit, Energieeffizienz sowie sein minimaler und mittlerer Wirkungsgrad.

-> Was kostet das Luftfilter in der Anschaffung?
-> Welche minimale und durchschnittliche Filterleistung erbringt es (Filterklasse gemäß EN 779:2012)?
-> Wie lange ist seine reguläre Betriebszeit ausgelegt (Standzeit)?
-> Wie viel Energie benötigt es, um seine Filterleistung über die ausgelegte Betriebszeit erbringen zu können?

5. Woher soll ich all diese Informationen erhalten, um sie zu vergleichen?
Bislang war mangels einheitlicher Produktdeklaration eine Sondierung des Filtermarktes nur durch den Vergleich durchschnittlicher Wirkungsgrade möglich, sehr aufwendig und nur eingeschränkt zielführend. Um den Luftfiltervergleich ein Stück transparenter und damit einfacher zu machen, haben die nach Eurovent zertifizierten Luftfilterhersteller 2012 ein europaweit einheitliches Klassifizierungssystem verabschiedet und sich zur Kommunikation aller für den Kauf wichtigen Informationen verpflichtet. So beinhalten deren Produktlabel künftig die Filterklasse mit dem via EN 779:2012 neu definierten Mindestwirkungsgrad (siehe PDF) sowie zusätzliche Daten über den Anfangswirkungsgrad, den jährlichen Energieverbrauch sowie die für Luftfilter definierten Energieeffizienz-Klassen A+ bis E. 

6. Was bietet Camfil speziell der Lebensmittelindustrie?
Generell sind folgende branchenspezifischen Produktstandards bei Camfil abrufbar:

  • Bekämpfung mikrobiologischer Kontamination
  • Lebensmittelzertifizierung für prozessnahe Komponenten
  • Erfüllung der EU-Richtlinie EC 1935/2004 bei allen für die Lebensmittelindustrie relevanten Produkten
  • Produkte entsprechen der HACCP-Risikostufe (Hazard Analysis and Critical Control Points)
  • Rückverfolgbarkeit, Identifizierung und Kennzeichnung von Filtern
  • garantierter Wirkungsgrad gemäß EN 779:2012
  • modulare und flexible Filterlösungen 
  • einfache und sichere Handhabung
  • schnelle und effiziente Wartung
  • maßgeschneiderte Zugänglichkeit zum Beispiel für In-situ-Tests
  • Korrosionsbeständigkeit (Edelstahl, Kunststoffe, Polyesterharz)

Speziell bei der neuen ProSafe-Serie von Camfil ist der Name Programm: Sie gewährleisten in besonders hohem Maße Sicherheit beispielsweise in punkto Lebensmittelechtheit gemäß EG-1935-2004 und durch eine zuverlässige Verhinderung von mikrobiellem Wachstum entsprechend ISO 846 und VDI 6022. Mit den Produkten Opakfil, Hi-Cap und Hi-Flo ProSafe sind nahezu alle Produktionsprozesse abdeckbar – von der Zuluftfiltration bis hin zur Vorfiltration in Reinräumen. Außerdem hat Camfil weitere Produkte aus dem Bereich Hepa-Filter im Sortiment.

8.861 Zeichen. 
Bilder: Camfil.
Abdruck honorarfrei

(s. Abbildung 1)

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