Camfil KG

Luftfilterlösungen und Dienstleistungen für Belüftungstechnik, Reinraumprozesse, Energie-
erzeugungssysteme sowie Sicherheit und Schutz. Zum Produktportfolio zählen unter
anderem Grobstaub-, Feinstaub-, Schwebstoff- und Molekularfilter inklusive Zubehör.

Unternehmenskontakt:
Camfil KG
Heike Ahrens
Feldstraße 26-32
23858 Reinfeld
www.camfil.de

Fon: 0049 (0) 45 33 / 202-0
info@camfil.de

Pressekontakt:
TextKonzept Köln
Marc Lichtenthäler
Franzstraße 28
50935 Köln


Fon: 0049 (0) 221 / 16 930-436
ml@textkonzept.com

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Luftfilter: Blick auf Energiekosten ist entscheidend

Klinikum Minden spart rund 10.000 Euro pro Jahr nach Produktvergleich im laufenden Betrieb – bessere Luftqualität inklusive.

14.11.2016

In medizinischen Einrichtungen spielen neben der Gebäudesubstanz und -ausstattung, Energie- und Wasserversorgung, Notfalltechnik und Sozialräume wie Kantinen, Wasch-, Schlaf- und Aufenthaltsräume eine große Rolle. Nicht zuletzt wegen der sich häufig ändernden Richtlinien in diesem Bereich ist die Weiterentwicklung technischer Filterlösungen und -materialien unumgänglich. Deshalb sollten Facility Manager in regelmäßigen Abständen den aktuellen Status ihrer Luftfiltersysteme auf den Prüfstand stellen. Das betrifft nicht nur die Einkaufskonditionen der für die zu erreichende Luftqualität notwendigen Filter, sondern auch deren Lebenszykluskosten. So hat auch das Johannes Wesling Klinikum Minden mit Hilfe eines Luftfilter-Monitorings über zwei Betriebsjahre durch den Hersteller Camfil überprüfen lassen, ob Optimierungspotenzial bei den insgesamt 40 RLT-Anlagen besteht. Durch den Einsatz noch energieeffizienterer Produkte spart der Maximalversorger heute 10.400 Euro (netto) pro Jahr. Hierin sind die erhöhten Anschaffungskosten der neuen Filter bereits eingerechnet. Zudem gewährleistet jeder der 22 Filter pro Anlage einen Mindestwirkungsgrad von 54 Prozent statt der Norm-seitig geforderten 35 Prozent, worüber sich nicht zuletzt auch die mehr als 4.300 Mitarbeiter in Minden freuen.

Klinikum Minden
Von der Notfallversorgung bis hin zu komplexer Tumorchirurgie – mit rund 860 Betten in 18 Fachabteilungen versteht sich das Johannes Wesling Klinikum Minden als Maximalversorger mit großer Kompetenz und einem breiten Behandlungsspektrum. Wie in allen medizinischen Einrichtungen vergleichbarer Größe gelten auch in Minden hohe Hygienestandards mit entsprechender Raumluftqualität. So bekommt die Vermeidung von so genannten nosokomialen (aufenthalts- oder behandlungsbedingten) Infektionen eine immer größere Bedeutung.

Bisherige Luftfilter-Situation
Zur Aufbereitung der Raumluft verfügt das Klinikum über 40 raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen), die jeweils mit zwei Filterstufen ausgestattet sind. Seit der Eröffnung im Jahr 2008 wurden hier Taschenfilter aus Glasfaser von Camfil eingesetzt, die zur Vorfiltration der Filterklasse F7 und in der nächsten Filterstufe F9 entsprachen. Es waren durchschnittlich 19,05 kW/h für Strom notwendig, um die benötigten 26.470 m3 Luft hindurch zu leiten – also 91,44 Euro pro Tag bei 0,2 Euro pro kW/h.

In der Regel betreffen nur 15 % der Gesamtkosten eines Luftfilters dessen Anschaffung, während 70 % allein für dessen Energieverbrauch aufgewendet werden müssen. Die restlichen 15 % sind Kosten für den Arbeits- und Entsorgungsaufwand.

Ein Produktvergleich mit kritischem Blick auf die Lebenszykluskosten (LCC) einer RLT-Anlage bietet meist große Einsparpotenziale. Und die Experten von Camfil waren sich sicher, dass auch diese Werte mit moderneren Filtermedien durchaus noch zu unterbieten waren. Eine Umrüstung würde gleich mehrere Vorteile mit sich bringen: Einspareffekte für das Klinikum und zugleich auch eine Entsprechung der 2014 veröffentlichten Ökodesign-Richtlinie 1253/2014 sowie eine verbesserte Luftqualität für Patienten und Mitarbeiter.

Hinzu kommt: Der Anteil am gesamten Stromverbrauch für die Bereiche Heizung, Lüftung und Klimatisierung einer gewerblich oder öffentlich genutzten Immobilie macht heute zehn bis 20 Prozent aus. Zur Senkung der damit verbundenen C02-Emissionen fordert die Europäische Union mit entsprechenden Richtlinien eine sparsamere Nutzung dieser Ressourcen. Auch aus diesem Grund soll es Ziel der Facility Manager sein, innerhalb der gemäß DIN 1946/4 erforderlichen Filterklasse Luftfilter einzusetzen, die möglichst effektiv arbeiten und gleichzeitig wenig Energie verbrauchen.

Versuchsaufbau Monitoring: Vergleich der Lebenszykluskosten konkret
Um alle zwischen Einbau und Entsorgung anfallenden Lebenszykluskosten der eingesetzten Filter miteinander vergleichen zu können, wurde eine RLT-Anlage zunächst mit Produkten der Typenreihe Hi-Flo UF und dann mit Filtern der neueren Baureihe Hi-Flo XLT bestückt. Es galt, so zu beweisen, dass der Energieeinspareffekt der letztgenannten Filter innerhalb einer Wechselperiode deren höhere Anschaffungskosten rechtfertigt. Um Schwankungen bei der Partikelkonzentration in der Außenluft auszugleichen, wurden in einer Messung jeweils zwölf Messzyklen pro Filterstufe und Gehäuse ausgeführt.

Auslegung einer Anlage:

 

Stückzahl

Filtermaße in mm

Filterstufe 1 (F7)

8

592 x 592 x 640

Filterstufe 1 (F7)

2

287 x 592 x 640

Filterstufe 2 (F9)

4

592 x 592 x 640

Filterstufe 2 (F9)

4

592 x 287 x 640

Filterstufe 2 (F9)

4

490 x 592 x 640


Neben der einwandfreien Funktion der beiden Anlagen musste auch die erforderliche Abscheideleistung der Filter überprüft werden. Hierzu erfolgten jeweils drei Messungen mit einem Handpartikelzähler vor der ersten Filterstufe, sechs Messungen nach der ersten Filterstufe und drei Messungen vor der zweiten Filterstufe. Die verhältnismäßig vielen Messungen zwischen den beiden Filterstufen sollten eventuelle Schwankungen der Luftqualität durch die im Windkanal verbauten Ventilatoren, Heizregister, Wärmetauscher, Befeuchter und während des Monitorings auch Partikelmessgeräten verdeutlichen.

Ergebnis des Monitorings
Der Beobachtungszeitraum umfasste 22 Monate. Die insgesamt sieben durchgeführten Messungen mit jeweils zwölf Messzyklen pro Filterstufe und Gehäuse ergaben folgende Ergebnisse:

Altes Set

mit Hi-Flo UF

19.07.2013

25.11.2013

12.03.2014

08.08.2014

1. Filterstufe

9,5 kW/h

9,5 kW/h

10 kW/h

10 kW/h

2. Filterstufe

10 kW/h

9,5 kW/h

8,4 kW/h

9,3 kW/h

Summe

19,5 kW/h

19,0 kW/h

18,4 kW/h

19,3 kW/h

 

Neues Set
mit Hi-Flo XLT

10.10.2014

03.02.2015

07.05.2015

1. Filterstufe

9,3 kW/h

9,5 kW/h

8,8 kW/h

2. Filterstufe

9,2 kW/h

9,5 kW/h

9,8 kW/h

Summe

18,5 kW/h

19,0 kW/h

18,6 kW/h


Der durchschnittliche Energieverbrauch der bisherigen Filter betrug 19,05 kW/h, während die Engergiesparfilter nur 18,7 kW/h benötigten. Welche finanziellen Auswirkungen sich aus der Differenz von 0,7 kW/h ergeben, sind beachtlich.

Das Filter-Monitoring bestätigte die oben genannte These, denn die Mehrkosten bei der Anschaffung der Energiesparfilter lohnen sich: Die hierdurch reduzierbaren Energiekosten belaufen sich nach Abzug der Anschaffungsmehrkosten auf jährlich rund 10.400,00 Euro.

 

Altes Set
Filtermodell 



Anschaffungs-kosten
pro Anlage (netto)

Durchschn. Anschaffungs-
kosten bei 40
Anlagen (netto)

Energieverbrauch
pro Anlage und
pro Jahr im
Durchschnitt

Energiever­brauch
40 Anlagen pro Jahr im Durchschn.


Hi-Flo-Serie



 

520,00 Euro





20.800,00 Euro





19,05 kW/h
x 8.760 h/J 
x 0,2 Euro pro kW/h
33.375,60 Euro

1.335.024,00 Euro





Neues Set
Filtermodell

XLT-Serie



873,00 Euro



34.920,00 Euro



18,7 kW/h x 8.760 h/J x 0,2Euro pro kW/h
32.762,40 Euro

1.310.496,00 Euro



Differenz

353,00 Euro

14.120,00 Euro

-613,20 Euro

-24.528,00 Euro

Berechnungsbasis: 
Laufleistung der Ventilatoren: 8.760 Stunden pro Jahr
Energiekosten pro kW/h: 0,20 Euro

TIPPS BEIM FILTERKAUF

Transparenz und Vergleichbarkeit
Um den Luftfiltervergleich ein Stück transparenter und damit einfacher zu machen, haben die nach Eurovent zertifizierten Luftfilterhersteller ein europaweit einheitliches Klassifizierungssystem verabschiedet und sich zur Kommunikation aller für den Kauf wichtigen Informationen verpflichtet. So beinhalten deren Produktlabel die Filterklasse mit dem derzeit noch nach EN 779:2012 definierten Mindestwirkungsgrad. Um vor allem die Wirkungsgrade von Feinstaubfiltern künftig in direkten Bezug zu den Messwerten bei den Partikelgrößen PM10, PM2,5 und vor allem PM1 setzen zu können, wird derzeit die Prüfnorm DIN EN ISO 16890 entwickelt. Diese soll voraussichtlich Anfang 2017 gültig sein. Sie wird die EN 779 langfristig ersetzen und Grundlage für entsprechend neue Filterklassen sein. Zusätzlich enthalten die Etiketten Daten über den Anfangswirkungsgrad, den jährlichen Energieverbrauch sowie die für Luftfilter Anfang 2015 neu definierten Energieeffizienz-Klassen A+ bis E.

Je mehr Staubpartikel ein Luftfilter aufnimmt, desto größer ist der Energieaufwand zur Erzeugung einer konstanten Luftstromleistung durch den Ventilator. Die Berechnung der neuen Energieeffizienz-Klassen basiert sowohl auf der Messung der Filtereffizienz als auch dem Druckverlust als Folge zunehmender Staubaufnahme. Dazu wird während eines simulierten Testjahres im Labor ein repräsentativer Wert für den Energieverbrauch auf Basis des durchschnittlichen Druckverlustes während dieser Zeit ermittelt. Dieser Energiewert dient der Zuordnung einer Energieklasse zwischen A+ (= niedrigster Energieverbrauch) und E (= höchster Energieverbrauch).

Vier wichtige Fragen bei der Filterauswahl:

  • Was kostet der Luftfilter in der Anschaffung?
  • Welche minimale und durchschnittliche Filterleistung erbringt er (Filterklasse)?
  • Wie lange ist seine reguläre Betriebszeit ausgelegt (Standzeit)?
  • Wie viel Energie benötigt er, um seine Filterleistung im Laufe der ausgelegten Betriebszeit erbringen zu können (Energieeffizienz)?

Ergebnisübersicht Filter-Monitoring

Luftmenge

26.470 m3/h

Beriebsdauer

24 Stunden/7 Tage
(bei 2/3 Absenkung während OP-Stillstandzeiten)

Luftfiltersysteme

Lösung 1:
Hi-Flo UF7
Hi-Flo UH7
Hi-Flo UF9/63
Hi-Flo UG9

Lösung 2:
Hi Flo XLT 7/640 50+
Hi Flo XLT 9/640 80+


Durchschn. Anschaffungskosten
bei 40 Anlagen (netto)

20.800 EUR

34.920 EUR

Kosten des Energiever­brauchs für
40 Anlagen pro Jahr im Durchschn.

1.335.024 EUR

1.310.496EUR

Ø Energieverbrauch aller
40 RLT-Anlagen

6.675,12 MWh

6.552,48 MWh

Ø Mindest­wirkungsgrad

35 %

54 %

 

9.486 Zeichen
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